Wie Masturbationsgewohnheiten das Sexualleben von Männern beeinflussen

Wie Masturbationsgewohnheiten das Sexualleben von Männern beeinflussen

Bestimmte Gewohnheiten bei der Masturbation können bei manchen Männern Schwierigkeiten beim Sex mit einem Partner begünstigen. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen jedoch nicht, dass tägliche Masturbation zwangsläufig Probleme verursacht.

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Wie Masturbationsgewohnheiten das Sexualleben von Männern beeinflussen
Manche Männer, die bei der Masturbation an eine bestimmte Form der Stimulation gewöhnt sind, haben beim Geschlechtsverkehr mit einem Partner Schwierigkeiten, zum Samenerguss zu kommen. In sexualmedizinischen Untersuchungen spielen insbesondere der ausgeübte Druck und die Kontrolle über die Stimulation eine Rolle. Wissenschaftlich ist jedoch nicht belegt, dass Masturbation grundsätzlich bei allen Männern sexuelle Funktionsstörungen verursacht.

Zwischen Masturbation und partnerschaftlicher Sexualität können Unterschiede hinsichtlich der körperlichen Stimulation bestehen. Bei der Selbstbefriedigung lassen sich Intensität, Geschwindigkeit und Dauer der Berührung unmittelbar steuern. Beim Sex mit einem Partner sind die gleichen Bedingungen dagegen nicht immer gegeben.

Intensive Stimulation kann die Ejakulation beeinflussen
Einige Männer, die bei der Masturbation besonders starken Druck auf den Penis ausüben, können sich an diese Art der Stimulation gewöhnen. Dadurch kann es ihnen schwerer fallen, mit anderen Formen der Berührung einen Orgasmus zu erreichen.

Beim Geschlechtsverkehr kann sich dies durch eine verzögerte Ejakulation oder Schwierigkeiten beim Erreichen des Orgasmus äußern. Allerdings entwickelt nicht jeder Mann mit entsprechenden Gewohnheiten solche Beschwerden.

Die sexuelle Funktion hängt zudem nicht ausschließlich von körperlichen Reizen ab. Auch die psychische Verfassung, die Kommunikation mit dem Partner, bestimmte Medikamente und der allgemeine Gesundheitszustand können die Ejakulation beeinflussen.

Deshalb ist es medizinisch nicht angemessen, Schwierigkeiten beim partnerschaftlichen Sex grundsätzlich auf Masturbation zurückzuführen.

Wie häufig ist Masturbation gesundheitlich unbedenklich?
Für die Häufigkeit der Masturbation gibt es keine allgemeingültige medizinische Obergrenze. Weder die Empfehlung, sich zwei- bis dreimal wöchentlich selbst zu befriedigen, noch die Behauptung, tägliche Masturbation sei zwangsläufig schädlich, gelten als allgemeine medizinische Regeln.

Männer müssen auch nicht in bestimmten Zeitabständen ejakulieren, um Spermien aus dem Körper zu entfernen. Spermien, die nicht mit dem Ejakulat ausgeschieden werden, können im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut und wieder aufgenommen werden.

Allerdings kann Masturbation mit übermäßigem Druck oder starker Reibung Hautreizungen und körperliche Beschwerden verursachen.

Für die sexuelle Gesundheit ist vor allem entscheidend, ob die Masturbation den Alltag beeinträchtigt und ob beim Sex mit einem Partner wiederholt Schwierigkeiten auftreten.

Bei anhaltenden Ejakulations- oder Orgasmusstörungen wird eine Untersuchung in der Urologie, Andrologie oder Sexualmedizin empfohlen. Je nach Ursache können eine Veränderung der Gewohnheiten oder geeignete therapeutische Maßnahmen helfen.

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