
Frankreich: 1.314 Festnahmen nach landesweiten Protesten
Frankreichs Protestbilanz vom 24. Oktober: 410.000 Teilnehmer laut Regierung, 1.314 Festnahmen und 53 verletzte Sicherheitskräfte.
Hunderttausende Menschen haben am 24. Oktober in Frankreich demonstriert. Die Behörden registrierten 289 Kundgebungen mit insgesamt 410.000 Teilnehmern. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT lag die Beteiligung deutlich höher.
Nach einem weiteren landesweiten Protesttag in Frankreich liegt eine vorläufige Bilanz der Sicherheitsbehörden vor. Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, beteiligten sich nach offiziellen Angaben rund 410.000 Menschen an Demonstrationen und Kundgebungen. Allein in Paris wurden 110.000 Teilnehmer gezählt.
Die Gewerkschaft CGT bezifferte die landesweite Beteiligung dagegen auf etwa 800.000 Menschen und sprach von 250.000 Demonstrierenden in der Hauptstadt.
Im Mittelpunkt der Proteste standen unter anderem steigende Lebenshaltungskosten, die Finanzierung des Bildungswesens und die Situation öffentlicher Dienstleistungen.
53 Sicherheitskräfte verletzt
Bei den Protesten wurden nach der vorläufigen Bilanz des Innenministeriums insgesamt 1.314 Menschen festgenommen. Zudem meldeten die Behörden 53 verletzte Polizei- und Gendarmerieangehörige.
Feuerwehr und Rettungskräfte mussten zu 75 Brandeinsätzen ausrücken. Mehrere Geschäfte wurden beschädigt, 24 davon nach offiziellen Angaben geplündert.
Eine vollständige landesweite Zahl verletzter Demonstrierender wurde in der Bilanz nicht genannt.
Weniger Kundgebungen als eine Woche zuvor
Im Vergleich zum 17. Oktober ging die offiziell erfasste Zahl der Protestveranstaltungen von 441 auf 289 zurück. Auch die Teilnehmerzahl fiel nach Einschätzung des Innenministeriums geringer aus: In der Vorwoche waren 550.000 Menschen gezählt worden.
Die Zahl der Festnahmen halbierte sich gegenüber dem vorherigen Samstag von 2.628 auf 1.314.
Zusammenstöße in mehreren Städten
Viele Demonstrationszüge konnten ihre vorgesehenen Strecken zurücklegen. Dennoch kam es in mehreren Städten zu Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Gruppen und Sicherheitskräften.
Das Innenministerium machte radikale Gruppen für Angriffsversuche und Sachbeschädigungen verantwortlich. Polizeikräfte griffen ein, um weitere Zwischenfälle zu verhindern.
Im Zusammenhang mit den Vorfällen wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die veröffentlichten Zahlen sind vorläufig und können nach Abschluss weiterer Auswertungen noch angepasst werden.

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