Während im Zuge der Schließungen Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent angeboten wurden, sind die Schließungstermine für 16 weitere Geschäfte noch offen.
Die traditionsreiche britische Schuhhandelskette Wynsors World of Shoes reduziert ihr Filialnetz erheblich. Das Unternehmen, das bislang über rund 47 Verkaufsstandorte verfügt, hat einen Plan zur Schließung von 17 Geschäften auf den Weg gebracht. Hintergrund sind steigende Betriebskosten und das Ziel, die laufenden Ausgaben zu senken.
Wynsors gehört zur Private-Equity-Gesellschaft Modella Capital. Die Entscheidung zur Verkleinerung des Filialnetzes folgt auf Maßnahmen zur Reduzierung von Miet- und Personalkosten. Ein vollständiger Rückzug aus dem britischen Markt ist damit jedoch nicht verbunden.
Rabatte vor der Schließung in Bacup
Eine der betroffenen Filialen befand sich in Bacup in der Grafschaft Lancashire. Vor der endgültigen Schließung veranstaltete das Geschäft einen Abverkauf mit deutlichen Preisnachlässen.
Bei ausgewählten Schuhmodellen wurden die Preise um bis zu 50 Prozent reduziert. Für Schulschuhe der Marke Kickers galt ein Rabatt von 30 Prozent. Mit dem näher rückenden Schließungstermin wurden die Preisnachlässe ausgeweitet.
Nach Abschluss des Räumungsverkaufs stellte die Filiale in Bacup ihren Betrieb ein.
Schließungstermine für 16 weitere Filialen noch offen
Von den insgesamt 17 zur Schließung vorgesehenen Standorten hat das Geschäft in Bacup bereits geschlossen. Für die übrigen 16 Filialen gibt es bislang keinen veröffentlichten Zeitplan.
Das Unternehmen hat noch nicht im Einzelnen bekannt gegeben, welche weiteren Standorte betroffen sind und wann diese ihren Betrieb einstellen sollen.
Unklar ist ebenfalls, ob in den verbleibenden betroffenen Geschäften vergleichbare Rabattaktionen stattfinden werden.
Bedeutet die Entscheidung das Ende von Wynsors?
Die angekündigten Filialschließungen bedeuten nicht, dass Wynsors World of Shoes seine gesamte Geschäftstätigkeit beendet. Der bisher bekannte Restrukturierungsplan sieht vielmehr vor, den Einzelhandel in Großbritannien mit einem kleineren Filialnetz fortzuführen.
Informationen über eine rechtskräftig festgestellte Insolvenz des Unternehmens liegen nicht vor. Welche Auswirkungen die Umstrukturierung auf die Beschäftigten und die weiterhin geöffneten Standorte haben wird, ist derzeit ebenfalls nicht abschließend geklärt.
Welche Geschäfte langfristig zum Filialnetz gehören werden, dürfte sich mit weiteren Mitteilungen des Unternehmens konkretisieren.