Gefälschte Destatis-Briefe: Warnung in Deutschland

In Deutschland kursieren gefälschte Destatis-Briefe. Betrüger fordern Daten für eine angebliche Eurostat-Erhebung und drohen mit Bußgeldern.

Unter dem Namen des Statistischen Bundesamtes werden Unternehmen zur Übermittlung von Daten aufgefordert. In den Schreiben wird mit Bußgeldern und rechtlichen Schritten gedroht.

In Deutschland sind erneut gefälschte Schreiben im Namen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Umlauf. Nach einer Warnung der Behörde vom 8. Oktober 2026 werden Unternehmen darin aufgefordert, Angaben zu ihren internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu übermitteln.

Die Verfasser behaupten, die Datenerhebung sei Teil einer gemeinsamen Untersuchung mit dem europäischen Statistikamt Eurostat. Wer die verlangten Informationen nicht bereitstelle, müsse demnach mit Bußgeldern und rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Gefälschte Unterschrift und Excel-Dateien

Um den Schreiben einen amtlichen Anschein zu verleihen, wird eine gefälschte Unterschrift im Namen der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Dr. Ruth Brand, verwendet. Zudem enthalten die Briefe die E-Mail-Adresse destatis@statistik-daten.eu. Den Schreiben sind Excel-Dateien zur Datenübermittlung beigefügt.

Destatis stellte klar, dass die Unterlagen nicht von der Behörde stammen. Auch eine entsprechende Erhebung zu internationalen Wirtschaftsbeziehungen werde weder vom Statistischen Bundesamt noch gemeinsam mit Eurostat durchgeführt.

Empfänger solcher Schreiben sollen die Aufforderungen ignorieren und keine Informationen an die angegebene E-Mail-Adresse senden.

Offizielle E-Mail-Adressen des Statistischen Bundesamtes enden auf @destatis.de. Für die Übermittlung statistischer Daten stellt die Behörde sichere elektronische Meldeverfahren zur Verfügung.

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