
Kanada warnt vor illegaler Beschäftigung!
Kanada: Unerlaubte Arbeit kann Abschiebung und fünf Jahre Einreiseverbot bedeuten
Ausländer, die in Kanada ohne gültige Berechtigung arbeiten, müssen mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Neben einer möglichen Abschiebung drohen ein Einreiseverbot von bis zu fünf Jahren und Nachteile bei späteren Aufenthaltsanträgen. Gleichzeitig wird vor Betrugsmaschen mit angeblichen Job- und Aufenthaltsgarantien gewarnt.
Unerlaubte Arbeit kann den Aufenthaltsstatus gefährden
Wer in Kanada ohne die erforderliche Genehmigung arbeitet, riskiert schwerwiegende ausländerrechtliche Folgen. Verstöße gegen die Beschäftigungsbestimmungen können zur Abschiebung führen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ein fünfjähriges Einreiseverbot möglich.
Darüber hinaus können entsprechende Einträge in den Einwanderungsakten spätere Anträge auf eine Arbeitserlaubnis oder einen dauerhaften Aufenthalt erschweren.
Die möglichen Sanktionen treten allerdings nicht in jedem Fall automatisch ein. Entscheidend sind unter anderem der jeweilige Aufenthaltsstatus und die Art des Verstoßes.
Besuchervisum berechtigt nicht zur Arbeit
Ein gültiges Besuchervisum oder eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) erlaubt grundsätzlich keine Beschäftigung in Kanada.
Für die meisten ausländischen Arbeitnehmer ist eine entsprechende Arbeitserlaubnis erforderlich. Zudem können die meisten Besucher eine solche Genehmigung nicht während ihres Aufenthalts in Kanada beantragen.
Auch Personen mit einer gültigen Arbeitserlaubnis müssen die darin festgelegten Bedingungen beachten. Dazu können Einschränkungen hinsichtlich des Arbeitgebers, der Tätigkeit oder des Arbeitsortes gehören.
Fristen bei der Arbeitserlaubnis beachten
Wer seine Arbeitserlaubnis verlängern möchte, sollte den Antrag mindestens 30 Tage vor Ablauf der bisherigen Genehmigung stellen.
Bei rechtzeitiger und ordnungsgemäßer Antragstellung kann unter bestimmten Voraussetzungen der bisherige Aufenthaltsstatus erhalten bleiben. Auch eine weitere Beschäftigung kann bis zur Entscheidung erlaubt sein.
Ist die Arbeitserlaubnis dagegen bereits abgelaufen, ohne dass rechtzeitig ein neuer Antrag gestellt wurde, muss die Beschäftigung eingestellt werden. Das gilt ebenfalls, wenn die Bedingungen der Genehmigung nicht eingehalten werden.
Auch internationale Studierende betroffen
Ausländische Studierende dürfen in Kanada unter bestimmten Voraussetzungen auf dem Campus oder außerhalb der Hochschule arbeiten.
Maßgeblich sind die Bedingungen ihrer Studiengenehmigung sowie die jeweils geltenden Arbeitszeitgrenzen.
Wer mehr Stunden arbeitet als erlaubt, verstößt gegen die Aufenthaltsbestimmungen. Mögliche Folgen sind der Verlust des Studierendenstatus, Schwierigkeiten bei künftigen Genehmigungen oder die Verpflichtung, Kanada zu verlassen.
Nach dem Studienabschluss benötigen ausländische Absolventen grundsätzlich eine entsprechende Arbeitserlaubnis. In bestimmten Fällen dürfen sie bereits während der Bearbeitung ihres Antrags eine Vollzeitbeschäftigung aufnehmen.
Warnung vor falschen Jobversprechen
Besondere Vorsicht ist bei Personen geboten, die gegen Bezahlung eine garantierte Arbeitserlaubnis, eine Arbeitsstelle oder einen dauerhaften Aufenthaltsstatus versprechen.
Auch Zahlungsforderungen über soziale Netzwerke und Beschäftigungsangebote, bei denen kostenlose Unterkunft und Verpflegung gegen Arbeit angeboten werden, können auf betrügerische Praktiken hinweisen.
Gleichzeitig genießen ausländische Arbeitnehmer in Kanada gesetzlich geschützte Rechte. Arbeitgeber müssen vereinbarte Löhne zahlen, sichere Arbeitsbedingungen gewährleisten und dürfen Reisepässe oder Arbeitserlaubnisse ihrer Beschäftigten nicht einbehalten.

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