
Hitzewelle in Deutschland: 36 Prozent mehr Sterbefälle
Während der Hitzewelle im Sommer 2026 stiegen die Sterbefallzahlen in Deutschland zeitweise um 36 Prozent. Neue Daten zeigen die Entwicklung.
Bericht: Eyüp Koçak
Die extremen Temperaturen im Sommer 2026 haben sich auch in den Sterbefallzahlen Deutschlands bemerkbar gemacht. Ende Juni lagen die Todesfälle 36 Prozent über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Auch Anfang Juli blieb das Niveau deutlich erhöht.
WIESBADEN – Die Hitzewellen des Sommers 2026 fielen in Deutschland mit einem deutlichen Anstieg der Sterbefallzahlen zusammen. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 13. Oktober 2026 starben im dritten Quartal bundesweit rund 230.428 Menschen.
Besonders auffällig war die Entwicklung in der letzten Juniwoche. Während der starken Hitze wurden 36 Prozent mehr Todesfälle registriert als im Durchschnitt der entsprechenden Wochen von 2022 bis 2025. In der darauffolgenden Woche, am Übergang von Juni zu Juli, betrug die Abweichung noch 28 Prozent.
Im Juni fast 8.000 zusätzliche Sterbefälle
Im gesamten Juni 2026 starben in Deutschland 85.196 Menschen. Damit lag die Zahl um 7.897 beziehungsweise zehn Prozent über dem Mittelwert der vier Vorjahre.
Eine weitere Hitzeperiode trat zwischen dem 27. Juli und dem 9. August auf. In beiden betroffenen Kalenderwochen überschritten die Sterbefallzahlen den jeweiligen Vergleichswert um vier Prozent.
Allerdings lässt sich aus diesen Zahlen nicht ableiten, dass sämtliche zusätzlichen Todesfälle unmittelbar durch die Hitze verursacht wurden. Die Statistik zeigt zunächst einen zeitlichen Zusammenhang zwischen den Hitzeperioden und erhöhten Sterbefallzahlen.
Im August und September sinken die Zahlen
In der zweiten Hälfte des Sommers veränderte sich die Entwicklung. Während im Juli 80.405 Menschen starben, wurden im August 76.646 und im September 73.377 Todesfälle erfasst.
Verglichen mit den jeweiligen Monatsdurchschnitten der Jahre 2022 bis 2025 lagen die Werte im Juli vier Prozent höher. Im August unterschritten sie den Vergleichswert um zwei Prozent, im September um fünf Prozent.
Insgesamt wurden im dritten Quartal damit rund 3.000 Todesfälle weniger gezählt als im Durchschnitt der vier Vorjahre.
Auch andere europäische Länder betroffen
Die Auswirkungen der sommerlichen Hitzeperioden zeigten sich nicht nur in Deutschland. Auch in weiteren europäischen Staaten wurden zeitweise ungewöhnlich hohe Sterbefallzahlen beobachtet.
Nach den Auswertungen des europäischen Sterblichkeitsmonitorings EuroMOMO wurde Ende Juni in Frankreich und Belgien eine sehr hohe Übersterblichkeit festgestellt. In der Woche zwischen Ende Juni und Anfang Juli registrierte das Netzwerk auch in Österreich und der Schweiz erhöhte Sterblichkeitswerte.
Die Entwicklung verdeutlicht, weshalb gesundheitliche Risiken durch hohe Temperaturen und die Sterblichkeit während der Sommermonate weiterhin aufmerksam beobachtet werden.

HABERE YORUM KAT
Türkçe karakter kullanılmayan ve büyük harflerle yazılmış yorumlar onaylanmamaktadır. DHA ve İHA haberlerinden internet sitemiz sorumlu değildir. Ajans haberleri editör müdahalesi olmadan sitemizden otomatik RSS sistemiyle yayınlanır.